Dschingis Khahns Erben

Die Mongolei, fast so gross wie Westeuropa, zählt aber keine drei Millionen Einwohner. In ihrer Erde schlummern unermessliche Bodenschätze. Das Land hat zweifellos Potential, doch die Freiheit ist noch jung, das demokratische Denken fremd. Keine zwanzig Jahre ist es her, dass die Sowjets aus der Mongolei abzogen. Sie hatten dem traditionell nomadischen Land viel Grausamkeit, aber auch Städte, Industrien und öffentliche Dienste beschert. Nach ihrem Weggang kam fast alles zum Erliegen. Vom unterirdischen Reichtum etwa profitieren vorab ausländische Bergbauunternehmen und korrupte Regierungsbeamte, während ein Drittel der mongolischen Bevölkerung die heutigen Erben des Dschingis Khan unter dem Existenzminimum leben.

KundeWorld Vision SchweizPubliziertAusstellung Photobastei Zürich